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Studenten müssen immer mehr Geld für Wohnen ausgeben.

Bei gleich­zei­tig nur gering­fü­gig gestie­ge­nem ver­füg­ba­rem Ein­kom­men sind die Stu­den­ten-Mie­ten um bis zu 70 Pro­zent gestie­gen. So heißt es in einem Gut­ach­ten des Insti­tuts der deut­schen Wirt­schaft (IW). Den stärks­ten pro­zen­tua­len Anstieg der Net­to­miet­prei­se seit 2010 ver­zeich­ne­te dem­nach Ber­lin mit 70,2 Pro­zent — von sechs auf elf Euro pro Qua­drat­me­ter. Es folg­ten Stutt­gart mit 62,2 Pro­zent und Mün­chen mit 53,1 Pro­zent. In Ham­burg sei die Net­to­miet­be­las­tung für Stu­den­ten danach um 30,6 Pro­zent von neun auf zwölf Euro pro Qua­drat­me­ter gestie­gen. Die deut­li­che Stei­ge­rung ist nicht nur auf die gene­rell zuneh­men­de Ver­knap­pung von Wohn­raum in begehr­ten Lagen zurück­zu­füh­ren, son­dern auch dar­auf, dass immer mehr Miet­woh­nun­gen möbliert ange­bo­ten wer­den, was die Prei­se zusätz­lich in die Höhe treibt. Die Stu­die basiert auf einer Aus­wer­tung von Inse­ra­ten der Platt­form Immo­bi­li­en­s­cout für 15 Städ­te.

Green City

Der Trend zu grü­nem Bewusst­sein und der damit ver­bun­de­nen Lebens­wei­se spie­gelt sich zuneh­mend im gesam­ten gesell­schaft­li­chen Kon­sum- und Nach­fra­ge­ver­hal­ten wie­der. Neben Ernäh­rung und Mobi­li­tät ist auch Woh­nen ein domi­nan­ter Fak­tor in Sachen Ener­gie­bi­lanz. Des­halb wer­den auch im Sek­tor Immo­bi­li­en Woh­nun­gen und Häu­ser zuneh­mend nach ihrer Öko-Bilanz bewer­tet.

Nach­hal­ti­ge Kon­zep­te zur Erzeu­gung und Nut­zung rege­ne­ra­ti­ver Ener­gi­en gehö­ren schon eben­so selbst­ver­ständ­lich dazu wie der Ein­satz von High-tech Mate­ria­li­en im Neu­bau und bei der ener­ge­ti­schen Wohn­raumsa­nie­rung. Laut ver­ab­schie­de­ter EU-Gebäu­de­richt­li­nie müs­sen Neu­bau­ten bereits ab 2012 Nied­rigst­ener­gie­ge­bäu­de, also nahe Null sein.

Auch durch wei­ter stei­gen­de Ener­gie­kos­ten wer­den inno­va­ti­ve Aktiv­häu­ser in Zukunft noch attrak­ti­ver und selbst­ver­ständ­li­cher wer­den: Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen in Fas­sa­den und Fens­tern ver­wan­deln Immo­bi­li­en in Klein­kraft­wer­ke wäh­rend auf dem Dach die Warm­was­ser­be­rei­tung durch Solar­ther­mie erfolgt. Der Trend der For­schung geht zum Null-Ener­gie­haus und zum Plus-Ener­gie­haus, es wird also mehr Ener­gie erzeugt als die Bewoh­ner ver­brau­chen.

Quel­len: Sze­na­ri­en für die Stadt­wirt­schaft von mor­gen. Zukunfts­in­sti­tut, Frank­furt

Wei­ter­füh­ren­de Infor­ma­tio­nen zu die­sem The­ma:
Her­aus­for­de­run­gen der Urba­ni­sie­rung in Deutsch­land. Ana­ly­se der Leis­tun­gen zwölf deut­scher Groß­städ­te im Bereich Umwelt- und Kli­ma­schutz.
Ger­man Green City Index, Eco­no­mist Intel­li­gence Unit im Auf­trag der Sie­mens AG
Green City — Stadt der Zukunft. Welt­wei­ter Trend zur Urba­ni­sie­rung.
3Sat Sco­bel, Green City — Stadt der Zukunft

Smart Homes

Ver­netz­te, intel­li­gen­te Woh­nun­gen oder Häu­ser wer­den in naher Zukunft Selbst­ver­ständ­lich­keit. Ver­netz­te Tech­no­lo­gi­en für Unter­hal­tung, Kom­mu­ni­ka­ti­on, Ver­sor­gung und Haus­tech­nik wer­den bereits jetzt immer aus­ge­reif­ter, sodass die­se den expe­ri­men­tel­len Sta­tus ver­las­sen und zu einer ech­ten All­tags­er­leich­te­rung mit erhöh­tem Lebens­kom­fort wer­den.

Intel­li­gen­te Lösun­gen bie­ten Poten­zi­al zur Zeit­ein­spa­rung und zum ver­ein­fach­ten All­tags­ma­nage­ment. Neben Unter­hal­tungs­elek­tro­nik wer­den ver­netz­te Haus­halts­ge­rä­te und Gebäu­de­tech­nik mit effi­zi­en­tem Ener­gie­ma­nage­ment attrak­ti­ven und bie­ten ent­schei­den­den Mehr­wert. Älte­re Men­schen pro­fi­tie­ren durch die Ver­net­zungs­mög­lich­kei­ten des Ambi­ent Assisted Living von einer schnel­le­ren medi­zi­ni­schen Ver­sor­gung.

Wohn­räu­me wer­den sich in Zukunft auch den ver­än­der­ten Lebens­sti­len und Lebens­si­tua­tio­nen anpas­sen kön­nen. Mit­wach­sen­de Grund­ris­se, die je nach Bedarf fle­xi­ble Zonie­run­gen als Soci­al Hubs, Home­of­fice, Raum für Fami­li­en­nach­wuchs oder pfle­ge­be­dürf­ti­ge Fami­li­en­an­ge­hö­ri­ge bie­ten, wer­den ech­ten Mehr­wert auch über ein­zel­ne Lebens­pha­sen hin­aus bie­ten kön­nen.

Quel­len: Sze­na­ri­en für die Stadt­wirt­schaft von mor­gen. Zukunfts­in­sti­tut, Frank­furt

Wei­ter­füh­ren­de Infor­ma­tio­nen zu die­sem The­ma:
Rea­dy for Take­off? Smart Home aus Konsumenten­sicht.
Smart Home aus Kon­su­men­ten­sicht, Deloit­te Insights
Markt­da­ten Smart Home Deutsch­land.
Markt­ent­wick­lung in Deutsch­land, Sta­tis­ta

Urbanisierung

Auch wenn die all­ge­mei­ne demo­gra­fi­sche Ent­wick­lung Deutsch­lands trotz Zuwan­de­rung nach wie vor einen Trend zum Bevöl­ke­rungs­rück­gang und zur Ver­schie­bung der Genera­tio­nen­ver­tei­lung erken­nen lässt, wach­sen Deutsch­lands Städ­te durch Gebur­ten­über­schüs­se und Wan­de­rungs­ge­win­ne.

Städ­te schmel­zen zu Metro­pol­re­gio­nen zusam­men, z. B. Rhein-Ruhr, Sach­sen­drei­eck oder Ber­lin-Bran­den­burg. Hier gibt es einen kla­ren Trend zur Indi­vi­dua­li­sie­rung von Lebens­sti­len, Fami­li­en­mo­del­len und Wohn­for­men in den urba­nen Lebens­zen­tren.

Groß­städ­te die­nen hier­bei als Test­la­bo­re, in denen neue Model­le abseits von her­kömm­li­chen Kon­ven­tio­nen dem Wunsch nach Indi­vi­dua­li­sie­rung und Selbst­ver­wirk­li­chung Rech­nung tra­gen und die Ent­ste­hung neu­er Gemein­schaf­ten, Sze­nen und Kul­tu­ren ermög­li­chen. Genera­tio­nen­über­grei­fen­des Woh­nen, Cowor­king Spaces und Soci­al Hubs sind Bei­spie­le dafür, wie neue Wohn- Arbeits- und Lebens­räu­me ent­ste­hen, in denen ver­än­der­te Bedürf­nis­se des gesell­schaft­li­chen Mit­ein­an­ders gelebt wer­den.

Quel­len: Sze­na­ri­en für die Stadt­wirt­schaft von mor­gen. Zukunfts­in­sti­tut, Frank­furt

Wei­ter­füh­ren­de Infor­ma­tio­nen zu die­sem The­ma:
Urba­ni­sie­rung — Deutsch­land wird zu einer ein­zi­gen gro­ßen Stadt.
Urba­ni­sie­rung Deutsch­land, Die Welt